Lightning Talk: Lebendiger Atlas - Natur Deutschland

Vernetzen, sichtbar machen, Wissen schaffen

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In Deutschland existiert heute eine Vielzahl von Verbänden, Fachgesellschaften, Vereinen und auch Einzelpersonen die Daten zu Natur und Umwelt ehrenamtlich erfassen. Diese Daten werden in unterschiedlicher Weise dezentral gesammelt und gespeichert, sind häufig nicht mit anderen Daten für Analysen zum Zustand und Trend unserer Natur kombinierbar oder gar zu großen Teilen für Öffentlichkeit oder Wissenschaft unbekannt.
Die Machbarkeitsstudie zu einem Lebendigen Atlas – Natur Deutschland zeigt das große gesellschaftliche und wissenschaftliche Interesse an einer Plattform, die Akteure für Natur und Umwelt vernetzt und unterstützt; Daten zusammenführt, harmonisiert und visualisiert; Information und bestmögliches Datenmanagement bereitstellt; zukünftige und bestehende Artenkenner fördert und allgemein Menschen für Natur begeistert und Engagement ermöglicht. Ein Lebendiger Atlas soll als Netzwerk und Plattform bestehende und zukünftige Initiativen und Kompetenzen verbinden. Derzeit werden weltweit bereits ähnliche nationale Atlanten eingerichtet, die den Ausgangspunkt für ein internationales Netzwerk für den Artenschutz bilden.
Unsere Vision zu einem Lebendigen Atlas umfasst folgende Punkte:
Ein Lebendiger Atlas erhöht die Sichtbarkeit bestehender Initiativen in Deutschland, ermöglicht innovative Entwicklungen und steigert die Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit zu Natur und Umwelt. Er ist ein aktives Netzwerk aus Partnern und Projekten, die die Plattform nutzen, gestalten und weiterentwickeln. Eine Zusammenarbeit im Atlas-Netzwerk verbessert die Standards zur Erhebung, Speicherung und Auswertung der Daten, und stärkt so das Analysepotenzial. Ein Lebendiger Atlas visualisiert und illustriert Daten und Informationen der teilnehmenden Projekte, erleichtert ihre Zugänglichkeit und schafft Kapazitäten zur langfristigen Sicherung. Er ermöglicht die individuelle Verschneidung von Daten zu Natur und Umwelt und Nutzung verschiedener Analysewerkzeuge. Der Lebendige Atlas soll, als Open-Source-Plattform, offen stehen für eine gemeinsame, Community-basierte (Weiter-)Entwicklung moderner und nutzerrelevanter Funktionalitäten. Open-Access-Prinzipien werden, im Rahmen von Nutzungsvereinbarungen, bestmöglich verfolgt. Diesen Prozess unterstützen moderne Lizensierungsmechanismen.
Akteure und Initiativen werden in ihrer eigenständigen Aufbereitung ihrer
Daten und der eigenen Professionalisierung unterstützt. Ein Lebendiger Atlas macht die Vielfalt der Möglichkeiten sichtbar, sich für Natur und Umwelt in Deutschland zu engagieren.
Mitmach-Aktionen und Artenkenner-Workshops begeistern Menschen und binden Interessierte in die Naturschutzarbeit und Forschung ein.

Aletta Bonn1,2,3, Josef Settele1,2, Eick von Ruschkowski4, Martina Löw5, Johannes Wahl6, Roland Krämer1,2, Volker Grescho1,2, Andrea Andersen5, Magnus Wessel5, Susanne Hecker1,2*, Angelika Lischka4, Anett Richter1,2, Andreas Wiebe7, Helga Inden-Heinrich8, Johannes Schwarz6, Christoph Sudfeldt6
1 UFZ – Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Leipzig/Halle
2 Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig
3 Friedrich Schiller Universität Jena, Institut für Ökologie
4 Naturschutzbund Deutschland (NABU)
5 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
6 Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), Germany
7 Georg August Universität Göttingen
8 Deutscher Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen (DNR) e.V.
* corresponding author: susanne.hecker@idiv.de

Die Machbarkeitsstudie „Lebendiger Atlas – Natur Deutschland“ (Aktenzeichen 32587/01-43/0) wurde 2015/2016 durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Zuwendungsempfänger und Kooperationspartner sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ, Deutsches Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, BUND – Freunde der Erde Deutschland, Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten(DDA) und dem Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht, Medien- und Informationsrecht an der Universität Göttingen.

Info

Tag: 08.09.2017
Anfang: 18:00 Uhr
Dauer: 00:15
Raum: Saal 1A
Track: Community
Sprache: de

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